Sinti- und Romafeindlichkeit

“bezeichnet einen spezifischen Rassismus gegen Sinti und Roma und umfasst verschiedene Ebenen, die ein Ergebnis jahrhundertealter Vorurteile sind1: Zum einen werden Sinti*ze und Rom*nja, mit dem Stigma ||»Zigeuner« oder verwandter Bezeichnungen belegt. Darauf aufbauend werden den Angehörigen der Roma-Minderheiten vermeintlich von der Norm abweichende, widersprüchliche Eigenschaften (teils romantisierend, oft kriminalisierend) zugeschrieben. Zuletzt beschreibt Antiziganismus die strukturelle und institutionalisierte Diskriminierung von Sinti*ze und Rom*nja. Ein erschwerter Zugang zu Bildungseinrichtungen sowie die andauernde Belegung mit Klischees, gehören für viele Rom*nja zur Lebensrealität. Sie sind als Ausprägungen des Phänomens Antiziganismus zu verstehen, nicht als das Phänomen selbst (siehe auch Philoziganismus)”.
(Quelle: Glossar der Neuen Deutschen Medienmacher)
“ist ein historisch hergestellter stabiler Komplex eines gesellschaftlich etablierten Rassismus gegenüber sozialen Gruppen, die mit dem Stigma `Zigeuner´ oder anderen verwandten Bezeichnungen identifiziert werden. Er umfasst:
1. eine homogenisierende und essentialisierende Wahrnehmung und Darstellung dieser Gruppen;
2. die Zuschreibung spezifischer Eigenschaften an diese
3. vor diesem Hintergrund entstehende diskriminierende soziale Strukturen und gewalttätige Praxen, die herabsetzend und ausschließend wirken und strukturelle Ungleichheit reproduzieren.
(Quelle: Alliance against antigypsyism, 2016)
In der Jugendbildungsstätte wird dieser Begriff insbesondere thematisiert im Basisthema:

Sinti- und Romafeindlichkeit

"Dort wo wir sind, sind wir Zuhause. Sinti- und Romafeindlichkeit hat keinen Platz in unserer Gesellschaft." Wie einfach will man sich die Welt machen? Wie oft muss eine Geschichte erzählt werden, bis sie glaubhaft ist? Wer darf eigentlich welche [...]

Sinti- und Romafeindlichkeit2021-02-24T15:23:18+01:00