“Ich bin, weil Du bist. Wir sehen uns einander verschieden.
Das ist gut so.”

Das Bild, das ich von mir mache, ist mein Bild. Andere sehen mich ganz anders. Ich sehe andere ganz anders als sie sich selbst sehen. Logisch. Tatsächlich logisch? Vielleicht gehen wir aber auch viel zu oft selbstverständlich davon aus, dass wir sind, wie wir sind. Und davon, dass uns die anderen doch auch so sehen müssen. Wundern wir uns, wenn uns jemand Sätze sagt wie: „Das hätte ich jetzt aber von Dir gar nicht erwartet.“ oder „Oh, jetzt überrascht Du mich aber!“? Welche Rolle spielen Migrationsfragen, wenn wir über uns selbst oder andere nachdenken?

In diesem Workshop lernen wir uns selbst ein bisschen besser kennen. Insbesondere in Einzelarbeit und in Partner*innen-Übungen wird die Wahrnehmung, die wir von uns selbst haben mit jener anderer in Bezug gesetzt. Wenn wir Anderen begegnen machen wir uns Bilder von ihnen. Auch dieser Moment wird ausgeleuchtet: Die Wahrnehmung anderer beinhaltet den schmalen Grad zwischen einer bloßen Annahme und einem verletzenden Vorurteil.

Basisthema 1.2 der Rassismuskritischen Migrationspädagogik in der Jugendbildungsstätte Unterfranken